Spielerschutz
Hilfe in der Schweiz
Aktualisiert: September 2026
Kostenlos und vertraulich: SOS Spielsucht unter 0800 040 080, rund um die Uhr, in mehreren Sprachen. Sucht Schweiz vermittelt Beratungsstellen in Ihrer Region, auch für Angehörige. Spielsuchthilfe Zürich bietet Beratung vor Ort, Gambling Therapy anonyme Onlinehilfe.
Keine dieser Stellen verlangt, dass Sie zuerst aufhören zu spielen.
Angehörige erhalten dieselbe Beratung, auch ohne Einverständnis der betroffenen Person. Bei Schulden hilft zusätzlich eine kostenlose Budgetberatung der Schuldenberatung Schweiz.
Limiten, die wirken
Im Spielerkonto lassen sich Einzahlungs-, Verlust- und Sitzungslimiten setzen. Eine Verschärfung gilt sofort, eine Lockerung erst nach einer Wartefrist — das ist so gewollt.
Dazu kommen Realitätschecks alle 30 oder 60 Minuten, eine Auszeit von 24 Stunden bis sechs Wochen und die Selbstsperre, die sich nicht vorzeitig aufheben lässt. Schweizer Spielbanken führen zudem ein zentrales Sperrregister.
Sperren und Limiten setzen Sie am besten zu Beginn einer Sitzung, nicht an deren Ende: Eine Entscheidung nach einem Verlust fällt selten so aus, wie sie ausfallen sollte.
Warnzeichen
Ernst wird es, wenn Sie mit Geld spielen, das für Miete oder Rechnungen bestimmt ist; wenn Sie Geld leihen, um weiterzuspielen; wenn Sie verbergen, wie viel Sie spielen; wenn Sie das eigene Limit nicht einhalten; wenn spielfreie Tage gereizt machen.
Ein Punkt ist ein Grund, heute ein Limit zu setzen. Mehrere sind ein Grund, 0800 040 080 anzurufen.
Kurzer Selbsttest
Vier Fragen, ehrlich beantwortet: Haben Sie schon versucht, Verluste zurückzuholen? Haben Sie über den Umfang Ihres Spiels geschwiegen? Hat jemand Sie darauf angesprochen? Haben Sie gespielt, um Sorgen zu vergessen?
Einmal «ja» heisst: Limiten setzen. Zweimal «ja» heisst: Beratung suchen, bevor daraus eine Schuldenfrage wird.
Drei hartnäckige Irrtümer
«Der Automat ist fällig.» Jede Drehung ist unabhängig von der vorherigen.
«Ich hole es zurück.» Verluste nachjagen macht aus einer schlechten Sitzung eine teure.
«Ein System schlägt die Bank.» Martingale und Co. verschieben Verluste nur; der Hausvorteil bleibt.